Hustenzuckerl & Halsbonbon – selbst gemacht

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Bei Halsschmerzen und Husten unschlagbar: Lutschbonbons!

Tee ist bei Kindern leider selten beliebt, daher haben wir heute Zuckerl bzw. Bonbons selber gemacht!

Die Herstellung ist erstaunlich einfach, die Bonbons, oder Zuckerl wie sie hier in Wien heißen, sind lecker und haben den Geschmackstest bei meinen Kindern und ihren Freunden bestanden!

>> Wenn du das Rezept als Video sehen möchtest: Klicke hier! <<

Wenn der Hals austrocknet und kratzt ist es angenehm lindernd ein Bonbon zu lutschen. Die angeregte Speichelproduktion mildert ebenso den Hustenreiz wie der enthaltene Zucker, der sich über die Hustenrezeptoren legt und somit den Husten eine Weile abklingen lässt. Und die richtigen Kräuter und ihre Wirkstoffe können wir ganz easy mit dazu schummeln 😉

Und der Zucker?

Also meine Philosophie geht so: Im Alltag versuchen wir möglichst ohne versteckten Zucker auszukommen, also keine süßen Getränke und so. Aber hie und da eine Süßigkeit darf schon sein. Und mir persönlich sind chemische Zusatzstoffe zum Konservieren und Süßen sowie Farb- und Geschmacksstoffe in gekauften Bonbons weitaus unsympathischer als der Zucker oder Honig den ich selber verkoche. Das ist meine Meinung. ABER: Jede Mama darf ihre eigene Meinung dazu haben. Hör einfach auf dein Bauchgefühl! Dann kannst du entscheiden was für dich richtig ist. Zucker, Rohrzucker, Rohrohrzucker, Birkenzucker, Honig,… oder Nix von alledem.

Zutaten:

  • Bio Rohrzucker (oder: jeden anderen Zucker den du zu Hause hast),

Eine Hand voll Zucker ergibt circa 20 Bonbons, falls du einen größeren Vorrat zubereiten magst nimm gleich 100 g Zucker – das reicht dann länger.

  • 2-3 Esslöffel Honig

Die Mischung aus Zucker und Honig hat den Vorteil, dass wir einerseits die entzündungshemmende Wirkung des Honigs nutzen und dieser die Bonbons schön weich werden lässt. Und andererseits macht der enthaltene Zucker die Bonbons fest genug um sie formbar zu machen und sie später auch aufbewahren zu können.

Was du sonst noch brauchst: Messer oder Mörser, beschichteten Topf und Kochlöffel, Backpapier, Puderzucker, heißes Wasser um das Geschirr anschließend ruck-zuck zu reinigen. Luftdichten Behälter zum Aufbewahren der fertigen Bonbons.

Welche Kräuter werden verwendet?

  • Getrockneten Salbei aus deinem Garten oder Bio-Teeware aus der Drogerie – Salbei hilft bei trockenem Husten und Reizhusten, außerdem wirkt er toll gegen Halsschmerzen. Er hat eine leicht enntzündungshemmende Wirkung und ist in der traditionellen Kräuterkunde ein berühmter Halströster.

ODER:

  • Getrockneten Thymian – der ist ein toller Schleimlöser, macht Husten produktiv und erleichtert das Abhusten, die Bronchien können sich reinigen.

ODER:

  • Getrockneter Dost (indianischer Wasserdost) – der unterstützt allgemein bei Erkältungen, Schnupfen und Halsweh, schmeckt lecker und es ist daher nicht verkehrt ihn beizumischen. Ganz wie du magst.

Ob du alle Zutaten vermischt oder dich für ein Kraut entscheidest – das bleibt dir überlassen. Je feiner du die Kräuter hackst oder, noch besser, mörserst, desto angenehmer fühlen sich die Zuckerl später im Mund an. Grobe Kräuterstückchen sind bei Kindern eher unbeliebt 😉 Ich siebe die groben Stücke aus dem gemörserten Kräuterpulver aus, so bleibt nur ganz feines „Kräutermehl“ übrig das sich wunderbar mit dem Zucker und dem Honig vermischt!

TIPP: Wenn du die Bonbons für dich oder andere Erwachsene machst, kannst du ein wenig Ingwer fein hacken und beimengen, wirkt toll, schmeckt super – aber die Schärfe des Ingwers ist bei Kindern nicht gerade beliebt!

 

So geht’s Step-by-Step:

  1. Zucker  in die beschichtete Pfanne geben und langsam zum karamellisieren bringen. Vorsicht: erst dauert es lange und man denkt: ‚da passiert nix‘ und dann geht es plötzlich ratz-fatz und der Zucker wird flüssig,
  2. dann schalte ich die Platte aus und gebe Honig dazu. Der schmilzt schnell und wird mit der Zuckermasse vermengt,  die gehackten bzw. gemörserten Kräuter unterrühren um dann…
  3. die zähflüssige Zucker-Kräuter-Masse mit einem Löffel zu entnehmen und auf das vorbereitete Backpapier aufzutropfen.

Vorsicht: Bitte berühre die Zuckermasse nicht, die ist extrem heiß! Sonst gleich mal mit kaltem Wasser kühlen und hier nachlesen was bei Verbrennungen getan werden kann!

Die Tropfen – also die zukünftigen Bonbons – werden natürlich nicht ganz gleichmäßig gelingen. Das macht nix. Sie müssen keinen Schönheitswettbewer gewinnen. Wenn du sie als regelmäßige Kugeln anbieten willst, kannst du sie während des Auskühlens, also wenn sie noch ein bisschen weich sind, zu Kugeln drehen. Es hilft, wenn du die Finger dazu mit Wasser anfeuchtest.

Ganz zum Schluss könntest du sie noch in Puderzucker oder Steviapulver wenden, damit sie beim Aufbewahren nicht so aneinander kleben. Es hilft auch wenn sie luftdicht aufbewahrt und kühl gelagert werden.

Was das ist alles? Ja so einfach ist das! Die lecker Zuckerl sind Fertig.

 

PS: Um den Topf und das benötigte Geschirr zu reinigen füll heißes Wasser ein, das löst den fest gewordenen Zucker rasch wieder auf wenn du es noch auf der warmen Platte stehen lässt sparst du dir das Schrubben.

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