Spitzwegerich – Das „Aua-Blatt“

Spitzwegerich2

Radfahren, wandern, die Natur genießen, Bachläufe erkunden, toben, laufen.  Doch was, wenn dabei ein Missgeschick passiert? Kleine Abschürfungen, Blasen und Kratzer versorgen gehört zum (Mama-)Alltag …aber wie helfen wir unseren Kleinen in freier Natur?

Die Blätter des Spitzwegerich – verlässliche Helfer bei kleinen ‚Auas‘

Ein Vertreter der Wegerich-Familie ist fast immer am Wegesrand oder in der Wiese zu finden, er ist eine sehr wiederstandsfähige Pflanze, die in ganz Europa zu finden ist. Egal ob Breit- oder Spitzwegerich, alle Blätter können verwendet werden um kleine Hautverletzungen zu begleiten.

Die enthaltenen (sekundären) Pflanzenstoffe verleihen ihm eine antibiotische, entzündungshemmende, antimikrobielle Wirkung, direkt auf die Haut aufgetragen, mildert er damit under anderem Jucken, Rötungen und Schwellungen. Leider gehen viele der Inhaltsstoffe beim Trocknen verloren, aber bei Insektenstichen und Schrammen eignen sich die frischen Blätter wunderbar als spontane Wundauflage!

Die enthaltenen Gerbstoffe wirken zusammenziehend und lindern Infektionen auf Schleimhäuten, weshalb er oft auch für Mund- und Rachenspülungen bei kleinen Verletzungen im Mundraum empfohlen wird. Dafür wird aus den frischen Blättern ein Tee bereitet, der im Mund gespült wird.

 

Spitzwegerich „Pflaster“

So geht’s:

> Einige Blätter pflücken, leicht zerreiben oder quetschen und mit dem entstehenden Pflanzensaft die Wunde betupfen.

> Aus den zerdrückten Blättern lässt sich ein erster provisorischer Verband formen. Einfach den ‚Blättermatsch‘ in der Socke fixieren um die Blase zu beruhigen oder eine Weile auf der Stickstelle halten – falls eine Biene oder Wespe das Aua verursacht hat.

> Zu Hause angekommen, kann die Wunde dann ggf. gereinigt und weiter mit Pflaster und Wundverband versorgt werden.

So war’s früher

Zu Zeiten Sebastian Kneipps, also vor etwa 150 Jahren und auch in den Jahrhunderten davor, war dies eine typische Möglichkeit der Wundversorgung und  Kneipps Urteil darüber war euphorisch: „Wie mit Goldfäden näht der Wegerichsaft den klaffenden Riss zu und wie an Gold sich nie Rost ansetzt, so flieht den Spitzwegerich jede Fäulnis und faules Fleisch.“

Was der Spitzwegerich noch kann

Auch als Hustenarznei ist der Spitzwegerich sehr beliebt, seine antibakterielle, antientzündliche, schleimlösende und reizmildernde Wirkung wird in Form von Tees und Hustensäften genutzt.

Rezepte rund um den Spitzwegerich und seine hilfreiche Wirkung bei Insektenstichen findest du auch in diesem Video!

 

 

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Das Titelbild dieses Beitrags hat Iris Kagerer im Rahmen ihrer Mitarbeit an meinem Buch ‚Bäuchlein-Öl und Zwiebelsocken‘ erstellt. Mehr von ihren tollen Fotoarbeiten findest du auf: http://www.iris-kagerer.at/

Das Pflanzenbild im Fließtext habe ich pixabay entnommen. Ich hoffe du kannst die Merkmale des Spitzwegerichs gut erkennen.

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