Ernährung nach TEM

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Vielleicht die unterschätzteste Art auf die Gesundheit Einfluss zu nehmen: Speis und Trank.

Nicht umsonst heißt es: Der erste Arzt ist der gute Koch.

Quelle unbekannt

Kochen und Essen

Für mich eine der wirkungsvollsten und ganz sicher die genussvollste Möglichkeit die Gesundheit zu pflegen. Gerade wenn man für die ganze Familie kocht, können wir auf Wohlbefinden, Zusammensetzung und Angebot achten. Denn, und das betrachtet die TEM auch als zentral: die Art wie wir Speisen zu uns nehmen, in welcher Laune, Stimmung, in welcher Umgebung trägt zur guten Verdauung bei.

First Things first

Die TEM, das habe ich in meinem ersten, ganz grundlegenden Artikel zu erklären versucht, fasst das Individuum ins Auge. Es gibt also für jeden Menschen eine individuell richtige Ernährung. Und wenn wir auch noch die Umstände einbeziehen, also Saison, Außentemperatur, Gesundheitszustand, Alter,… dann gibt es sogar eine individuell richtige Ernährung für jede Phase im Leben eines Menschen.

„Was dem Schmied gut tut…

…bringt den Schuster um.“ Ein Spruch, den mein Lehrer Dr. Steinmetz immer wieder zitiert, um zu veranschaulichen, wie das Wissen der TEM auch im Volksmund verbreitet war und ist. Was DIR schmeckt und guttut – muss nicht meine perfekte Diät sein. Und gerade in Zeiten in denen manche Ernährungsempfehlungen besonders laut propagiert werden, ist es wichtiger denn je, darauf zu hören, was MIR wirklich guttut.

4 Temperamente & Verdauungsfeuer

Verdauung

Ernährung und Verdauung hängen naturgemäß eng zusammen, wir können nur mit einer gut funktionierenden Verdauung wirklich aufnehmen, was wir zu uns nehmen. Umgekehrt können wir Nahrung so gestalten, dass sie gut aufgenommen werden kann. Hier kommen die Temperaturen, Konstitution, Jahres- und Tageszeit ins Spiel. Denn unsere Verdauungskraft, das Verdauungsfeuer oder auch Bauchenergie ist nicht immer gleich kräftig und benötigt mal mehr und mal weniger Unterstützung.

Wie soll Nahrung sein?

Abgesehen von den modernen Merkmalen wie Vitamingehalt, Kalorien- und und Mineralstoffgehalt würden uns wohl mittelalterliche TEM-Therapeuten sagen, dass die Temperatur, Qualität, die Herkunft ausschlaggebend dafür sind, ob Mahlzeiten gut vertragen werden und der Gesundheit zuträglich sind. Die Situation in der eine Mahlzeit eingenommen wird, ist ebenso bedeutsam: Wie ist der Tisch gedeckt? Gibt es ein angenehmes Tischgespräch?

4 Temperamente Küche

Morgens kalte Milch und eine Orange? Lieber Gemüsebrühe zum Frühstück, oder süßer Brei? Grüner Salat an einem feinen Jännerabend? Oder Eintopf mit Ingwer und Rotwein? Kann sein, dass dich das eine oder andere anspricht, oder dass du schon mal beobachtet hast, dass manches dir intuitiv im Winter besser schmeckt als im Sommer? In einer globalisierten Welt wird unsere Intuition immer wieder ein bisschen betrogen. Denn die Tomaten und Gurken locken im Supermarkt auch im Dezember – aber ob sie jetzt das Richtige sind? Das spannende: Die TEM sagt: „Möglicherweise für Dich ja – aber für deinen Nachbarn – nein.“

Nicht jedes Verdauungsfeuer, nicht jede Grundkonstitution braucht oder verträgt das gleiche.

Chance und Challenge – im Alltag

Das ist wohl auch die größte Herausforderung für mich in der Familienküche. Ganz verschiedene Menschen & Temperamente bekochen! Während das eine Kind ohne T-shirt und Socken schwitzt, ich aber in warmen Wollsachen friere, ist offensichtlich, dass jede/r eine andere Konstitution mitbringt. Ich hab trotzdem keine große Lust für jeden von uns extra zu kochen.

Was ich gelernt habe: Kleine Varianten sind, bei genauerer Auseinandersetzung mit TEM Rezepten, ganz einfach möglich. Und so findet am Familientisch jede/r intuitiv das Richtige. Wenn man sie oder ihn lässt. Auch das ist spannend: Die Kinder einfach mal wählen lassen. Sie sind erstaunlich treffsicher wenn es darum geht, die richtigen Speisen zu wählen. Intuitiv.

Die erste TEM-Therapeutin: dein Mutter

…schreibt Michaela Hauptmann in ihrem Buch „Temperamentvoll essen“. Ein umfassendes Werk, das ich dir sehr ans Herzen legen möchte, wenn du dich vertiefend mit dem Thema auseinandersetzen möchtest.

Mamas kennen ihre Schützlinge, sie betrachten ihre individuellen Bedürfnisse und sehen klar, dass sie sich in Phasen verändern. Eltern umsorgen, geben Wärme und Geborgenheit, nähren auf vielen Ebenen. Und verwenden dafür intuitiv ihr Wissen und ihre Fähigkeiten, um den Nachwuchs zu stärken. Eine Tradition, an die wir Generation für Generation anknüpfen und die eng mit der Verwendung von Hausmitteln verbunden ist.

Hier schließt sich der Kreis

Weise Frauen kannten und kennen seit Jahrhunderten die Qualitäten der verwendeten Lebensmittel und Kräuter in der Küche. Sie konnten sie also auch zur Gesundheits- und Krankenpflege – als Hausmittel – einsetzen. Wirksame Rezepte werden weitergegeben. Die anderen haben sich von selber „aussortiert“. An diese Tradition dürfen wir anknüpfen. Ausprobieren was gut tut, was individuell passt. Experimentieren und Verändern, wenn eine Anwendung nicht auf Anhieb klappt.

Wir dürfen unsere eigene Tradition finden.

Claudia Schauflinger, in Bäuchlein-Öl und Zwiebelsocken

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