Verletzungen liebevoll & natürlich behandeln

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Die Natur ist die beste Schule für unsere Kinder. Instinktiv matschen die meisten Kleinkinder gern im Sand und in der Erde, kosten Grashalme und Steine. Sind unsere Kleinen erst groß genug, klettern sie auf Bäume, spielen Fußball, fahren Skateboard und erleben viele großartige Abenteuer.

Das Erkunden der eigenen Umwelt und der Fähigkeiten des eigenen Körpers, sind kostbare Sinneseindrücke die dazu beitragen, dass Kinder sich ganzheitlich gesund entwickeln. Psyche, Muskulatur und Immunsystem profitieren vom freien Spiel in der Natur.

Dabei passieren natürlich immer mal wieder Verletzungen. Das sind leider manchmal schmerzhafte aber auch wichtige Erfahrungen. Zeigen sie unserem Kind doch auch Grenzen auf und prägen wichtige Einsichten, die sie brauchen, um resiliente, gesunde Erwachsene zu werden.

Hielten wir unsere Kinder von allen Risiken fern, könnten sie diese wichtige Entwicklung nicht durchleben.

Ein wertvolles Geschenk an dein Kind: Ermögliche ihm, sich selber in der Natur zu entdecken und vertraue auf die Fähigkeiten deines Kindes. Sei verständnisvoll und ohne Vorwürfe zur Stelle wenn Blessuren passiert sind. „Ich habe dir ja gleich gesagt, dass das nicht klappen kann“ verletzt und entmutigt.

Abschürfungen, Kratzer, Blaue Flecken

Ist man draußen unterwegs fehlen meist die nötigen Hilfsmittel wie Desinfektionsspray oder Pflaster um kleine Wunden zu versorgen. Passiert dann ein Malheur, ist das einfachste Mittel um schnell für Erleichterung zu sorgen sicher Trost. Nimm dein Kind in den Arm, gib dem Schmerz, der Wut und Enttäuschung Worte und rede das was passiert ist nicht klein. Dein Kind hat soeben ein Abenteuer bestanden und ist an irgendeinem Punkt gescheitert, vielleicht ist es auch schon sehr müde und die Kräfte um die nächste Sprosse, auf der sprichwörtlichen oder echten Leiter zu erreichen, hat gefehlt. Meist braucht es nicht viel mehr als emotionale Unterstützung.

 

Ich halte nichts davon den Schmerz klein zu reden. Einfach wegpusten und ‚Ach das ist doch nicht so schlimm‘ klingen für mich unehrlich und nehmen die Gefühle des Kindes nicht ernst.  Auch das Ablenken vom Schmerz, Kitzeln, Süßigkeiten oder andere Methoden um den Rückschlag vergessen zu machen, fördern ein Verhalten, dass die Grundlage für einen unehrlichen Umgang mit sich selber sein kann. Es ist schwer das Leiden unserer Kinder auszuhalten, sei es klein oder groß. Doch Schmerzen sind  Teil des Lebens, darüber können wir uns nicht hinwegschwindeln.

 

Mit  Hausmitteln kannst du deinem Kind zeigen, dass du da bist und hilfst. Jede Art von Unterstützung ist goldwert. Die Zutaten dafür findest du auf der Wiese und im Küchenschrank.

 

Blätter des Spitz- und Breitwegerich – das „Wiesenpflaster“

Viele Eltern kennen den Effekt: Hat das Kind ein buntes Pflaster auf der Wunde kleben, tut es gleich nicht mehr weh. Warum das so ist? Ich meine es hat verschiedene Grüne. Erstens ist das sichtbare Blut, die Wunde, ein offensichtliches Bild für den soeben erlittenen Schmerz. Wischen wir das Blut ab, ist der Schmerz fast schon wieder vergessen.

Und ich denke, dass das Pflaster auch ein Symbol ist. Für Zuwendung, für versorgt und geborgen sein. Mit einer Mama die immer weiß was im Notfall zu tun ist, sieht die Welt gleich wieder anders aus.

Nun muss das Pflaster aber nicht unbedingt tatsächlich ein Pflaster sein. Denn wir wissen,  die sind nicht immer in Mamas Tasche. Dann aber gibt es einen wunderbaren Plan-B der mindestens ebenso gut hilft, auf jeder Wiese zu finden ist und deinem Kind die gleiche Botschaft vermittelt. Nämlich: ‚Meine Eltern wissen, was zu tun ist, erkennen meinen Schmerz und helfen‘.

 Die Anwendung ist ganz einfach:

  • Such ein paar Spitz- oder Breitwegerichblätter,
  • pflücke sie um sie dann leicht zu zerreiben oder zu quetschen
  • anschließend die Wunde damit bedecken.
  • Aus den gedrückten Blättern lässt sich ein erster provisorischer Verband formen.

Zu Zeiten Sebastian Kneipps war dies die gängige Wundversorgung und  Kneipps Urteil darüber war begeistert: „Wie mit Goldfäden näht der Wegerichsaft den klaffenden Riß“.

 

Ringelblume

Zu Hause angekommen, kann die Wunde dann erneut gereinigt und versorgt werden. Dafür empfiehlt sich Calendula, die Ringelblume. Ein alkoholischer Auszug kann einfach selber hergestellt oder aber in der Apotheke gekauft werden. Diesen verdünnst du 1:10 mit abgekochtem oder destilliertem Wasser. Wenn du dieses Desinfektions- und Heilmittel in einer kleinen Sprühflasche aufbewahrst, hast du immer eine schnelle, einfache Wundversorgung zur Hand.

Mein TIPP:  Ich fülle verdünnte Calendula-Essenz/Tinktur  in Eiswürfelbehälter und habe diese in der warmen Jahreszeit immer vorrätig. Denn bei Abschürfungen und Kratzern können die Kinder die Eiswürfel selber auf die betroffene  Stelle legen und sich somit selber helfen.

Bei blauen Flecken und stumpfen Verletzungen verwenden wir Arnika-Eiswürfel. Statt Calenula-Essenz verwenden ich für die Zubereitung der Eiswürfel Arnika-Essenz.

Legst du eine Gänseblümchenblüte in jeden Eiswürfel so kommt beim Anwenden und Abschmelzen eurer „Erste-Hilfe-Eiswürfel“ eine kleine Überraschung zum Vorschein!

 

Nachbehandlung mit Ringelblumenöl

Um eine gute Wundheilung zu fördern könnt ihr später auch Ringelblumenöl oder Salbe auf die Wunde streichen. Auch diese kannst du einfach selber zubereiten, das Rezept findest du HIER.

 

Die kindliche Selbstheilungkraft ist eine Superkraft!

Immer wieder bin ich beeindruckt wie schnell die Wunden unserer Kinder heilen, ihr Stoffwechsel und ihre Zellerneuerung sind unglaublich schnell. Sprichwörtlich über Nacht heilen Kratzer ab. Versuch dich und dein Kind an diese wunderbare Selbstheilungskraft zu erinnern. Habt  Vertrauen in den gesunden Körper. Darin, dass er Wunden an der Haut von selber reinigen und schließen kann. Viele Kinder mögen es sehr, wenn Papa und Mama darüber erzählen, wie der Körper kaputte Zellen abtransportiert und neue Zellen wachsen lässt. Einfach so. Dazu müssen wir gar nichts beitragen. Ein wahres Wunderwerk.

 

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