Rituale zum Gesundwerden

iris-kagerer.at

Wiederkehrende Rituale geben Sicherheit

Besonders Kindern geben Rituale die Gewissheit, dass alles in Ordnung ist, auch wenn die Welt ein bisschen aus den Fugen geraten ist. Wenn man krank ist, braucht man Bestärkung und Sicherheit ganz besonders dringend. Alles wird wieder gut. Das hören wir gerne. Diese Aussage kannst du für dien Kind mit Taten untermauern.

Unsere festen Rituale

Jemand fühlt sich frostig und hat das Gefühl eine Erkältung zieht heran? Ein Fußbad ist in unserer Familie dann fixer Bestandteil um die ersten Symptome zu lindern und sich Zeit zu nehmen. Wir sitzen dann am Rand der Badewannen und plaudern. Wir Erwachsenen hören gut zu. Was bewegt mein Kind heute? Danach ab ins Bett mit Zwiebelsocken. Fest eingekuschelt. Mit Vorlesebuch oder einer Geschichte. Unsere Jungs sind schon groß, jetzt erzählen sie mir schon Geschichten!

Ein paar Ideen für dich

  • Eine besonders schöne Tasse, die nur verwendet wird, wenn einer krank ist.
  • Der Tee darf ausnahmsweise mit Keksen im Bett genossen werden.
  • Ihr habt eine extra tolle Kerze, die angezündet wird, wenn ein Familienmitglied krank ist.
  • Ein Wunschzettel. Hier notiert ihr, was gemacht wird, wenn ihr endlich wieder ganz gesund seid!
  • Ein besonderer Schlafplatz für die Patientin? Eine Höhle auf der Couch?
  • Ausnahmsweise im Elternbett (falls ihr sonst kein Familienbett habt).
  • Ein Buch das nur hervorgeholt wird wenn einer krank ist?

Nur ein paar Ideen, um Kranksein auch genussvoll zu zelebrieren!

Rasche, einfache Hausmittel wählen

Ich finde es übrigens besonders wichtig jene Hausmittel auszuwählen, die mir leicht von der Hand gehen, die jedem hier sympathisch sind.

Für komplizierte Zutatenlisten und Wickel-Experimente fehlen bei Krankheit und Schlafmangel die Nerven. Wähle einfache, schnelle Rezepte aus, die du schon kennst und die dir leicht fallen, so bleibt euch Zeit für die wichtigen Dinge. Kuscheln, Halten, ein gemeinsames Spiel…

  • Eine abendliche Fußmassage mit Lavendelöl, zum entspannen und Berührung schenken. Da schläft man gleich viel besser ein.
  • Danach vielleicht gleich noch Zwiebelsocken auf die warmen Füße weil die Schnupfennase das Einschlafen erschwert?
  • Oder ein schnell aufgehängtes Zwiebelsackerl um die Erkältungssymptome zu mildern und schleim zu verflüssigen.

Bald wird alles wieder gut.

Mit der Zeit weiß dein Kind: „Mama/Papa und ich, wir können etwas tun. Mir wird geholfen. Das Hausmittel hat mir in der Vergangenheit schon gut getan, ich kenne die Handgriffe der Mama. Beim letzten Schnupfen war das auch so angenehm…“

Wenn die Achtsamkeit etwas Schmerzvolles berührt, wandelt sie es um und heilt es.

(Thich Nhat Hanh)

Eure eigene Tradition begründen

Wenn ihr als Familie eure eigenen Abläufe, Traditionen und Rituale rund um Hausmittelanwendungen begründet, lasst euch nicht durch Konventionen stoppen! So wie ihr das macht, so ist es richtig. Das Wichtigste ist: der/die Kranke fühlt sich gesehen, wertgeschätzt und gut behandelt.

Beitragsbild: Iris Kagerer

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